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So geht Barrierefreiheit im E-Mail-Marketing

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Wahrnehmbar, Bedienbar, Verständlich und Robust: Das sind die vier Guidelines für barrierefreie Webinhalte (WCAG). Diese Empfehlungen haben das Ziel, Webinhalte barrierefreier zu machen. Das bedeutet, Inhalte so zu gestalten, dass sie für alle Menschen zugänglich sind. Auch im E-Mail-Marketing gewinnt das Thema Barrierefreiheit immer mehr an Bedeutung und Anerkennung. Daher wollen wir in diesem Blogbeitrag sieben Best Practices mit euch teilen.

Warum ist Barrierefreiheit überhaupt so wichtig?

Oftmals wird das Thema als sehr sperrig und zeitintensiv in der Umsetzung wahrgenommen. Meist kommt hier die Frage auf, ob es sich denn wirklich lohnt, diesen Aufwand für die Umsetzung von barrierefreien Inhalten auf sich zu nehmen. Die Antwort ist simpel: Ja!

Laut The World Bank leben rund 1 Millarde Menschen mit einer Behinderung. Das sind rund 15% der Weltbevölkerung. Hier sind vorübergehende Einschränkungen noch nicht mit eingerechnet. Barrierefreiheit ist also ein Ausdruck von Empathie, allen Menschen gleichmäßig die Chance auf Information zu geben. Natürlich sollte man auch nicht vergessen, dass man potentiell auch die eigene Zielgruppe vergrößert.

In diesem Blogbeitrag wollen wir euch ein paar Best Practices mitgeben, durch die ihr eure E-Mails noch inklusiver gestalten könntet. Am Ende findet ihr auch eine praktische Checkliste zum kostenlosen Download.

Barrierefreie Betreffzeilen und Pre-Header benutzen

Oft sind es eine gute Betreffzeile und ein informativer Pre-Header, die darüber entscheiden, ob die E-Mail geöffnet wird oder nicht. Beides sollte wohl überlegt und aussagekräftig formuliert werden. Dadurch wissen die Leser:innen direkt, ob der Inhalt für sie relevant ist oder nicht. Verwendet eine leichte Sprache und verzichtet möglichst auf Fachsprache oder Fremdwörter.

Keine wichtigen Informationen und CTAs auf Bildern

Wichtige Informationen und CTAs sollten sofort sichtbar sein. Wird die E-Mail nicht richtig geladen und Bilder nicht angezeigt, gehen Inhalte, die auf Grafiken versteck wurden, verloren. Das passiert auch, wenn die E-Mail von einem Screenreader vorgelesen wird. Platziert daher lieben einen sichtbaren CTA-Button und wichtige Inhalte direkt in eurer Mail.

Kontrastreiche Farben verwenden

Damit auch Personen mit Seheinschränkungen die Inhalte eurer Mail ohne Probleme lesen können, solltet ihr auf kontrastreiche Farben innerhalb einer Mail achten. Als optimaler Kontrast gilt schwarze Schrift auf weißem Hintergrund oder umgekehrt. Natürlich könnt ihr aber auch andere Farben einsetzen. Je mehr Kontrast, desto besser: Orientiert euch an der minimalen Kontrastrate von 4.5:1 für normalgroßen Text. Hier gibt es verschiedenste Tools, um diese zu überprüfen.

Für Menschen mit einer Sehschwäche sind die Farben Rot und Grün oft nur schwer auseinanderzuhalten. Versucht, Kombinationen aus den beiden Farben so gut es geht zu vermeiden. Vor dem Versenden der E-Mail ist es außerdem ratsam, die Farbkontraste im Dark Mode zu überprüfen.

Inklusive Sprache und Text benutzen

Für eine gute Lesbarkeit der Texte sicherzustellen empfiehlt sich eine Schriftgröße von mindestens 14px. Linksbündige Textblöcke sind grundsätzlich besser lesbar als zentrierte und sehr lange Absätze können für weniger Verständlichkeit der Inhalte sorgen. Achtet in der gesamten Mail auf eine leicht Sprache ohne schwere Fachbegriffe oder erklärt diese. Als schwere Wörter versteht man meist selten benutzte oder lange Wörter.

Links im Text hervorheben

Wenn ihr im Text eine Verlinkung einfügt, sollte das den Leser:innen auch klar kommuniziert werden. Denn liest ein Screenreader die Mail vor, kann der Inhalt sonst an Sinnhaftigkeit verlieren. Am besten hebt ihr den Link durch fettgedruckten und/oder unterstrichenen Text zusätzlich hervor. Generell solltet ihr im Hinterkopf behalten, sich niemals nur auf Farbe zu verlassen um Bedeutung zu transportieren.

Semantische Sprache verwenden

Damit eure E-Mail am Ende eine logische Struktur enthält und auch beim Vorlesen mit einem Screenreader Sinn ergibt, sollten Tags wie <h1> und <p> verwendet werden. Dadurch verleiht ihr eurem Text eine Hierarchie und es wird deutlich, welche Inhalte Überschriften und welche Textblöcke sind.

Aussagekräftigen Alt-Text hinterlegen

Ein sehr wichtiger Punkt zu guter Letzt: der Alt-Text. Hinter jeder eingefügten Grafik in eurer E-Mail sollte sich ein Alternativtext verbergen. Dieser informiert die Empfänger:innen beim Vorlesen mit Screenreadern über den Inhalt des Bildes. Doch auch wenn Bilder nicht richtig laden können, lohnt es sich Alt-Texte hinterlegt zu haben.

Wir hoffen, dass euch diese sieben Tipps helfen, (noch) barrierefreie(re) E-Mails zu versenden. Auf unserer Website könnt ihr euch passend dazu direkt die praktische Checkliste herunterladen und direkt loslegen.

Du brauchst Unterstützung bei der Erstellung von barrierefreien E-Mails? Dann melde dich bei uns. Wir finden mit dir den richtigen Weg durch den Wald: hallo@fuchsundwald.de

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